MTV Welsleben 1887 (SL) – Union 1861 Schönebeck II (SL) 5:2
SG Grün-Weiß Beesenlaublingen (KL) – Egelner SV Germania (SL) 4:6
SV Wacker 90 Felgeleben (SL) – SV 08 Baalberge (LK) 0:5
SV 09 Staßfurt II/TSV 1887 Neundorf (KL) – SSV Eintracht Winningen-Reinstedt (KL) Absetzung *
SV Eintracht Blau-Gelb Peißen (KL) – 1. FSV Nienburg (LK) 0:5
SV Blau-Weiß Pretzien (SL) – BSC Biendorf (SL) 3:2
SV Rotation 1950 Aschersleben (SL) – SC Seeland (LK) 4:2
FSV Rot-Weiß Alsleben (KL) – SV Plötzkau 1921 (LK) 1:4
* Das Spiel wurde nach einem Sportgerichtsentscheid abgesetzt
Ärger um Pokal-Aus in Winningen
Was die Eintracht und der KFV zum Urteil des Sportgerichts sagen.
VON INGO GUTSCHE UND TOBIAS ZSCHÄPE
WINNINGEN. Die Vorfreude war groß, die Enttäuschung am Ende umso größer: Eintracht Winningen/Reinstedt hatte sich auf das Pokalduell bei der SG Staßfurt II/Neundorf gefreut und sich durchaus Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale des Teamshop89-Salzlandpokals ausgerechnet. Doch aus dem Spiel wurde nichts. Erst am Freitag erfuhr der Kreisligist, dass die Partie am Sonnabend nicht stattfinden würde.
Der Grund liegt in der vorherigen Pokalrunde. Beim Spiel zwischen Winningen/Reinstedt und Fortuna Schneidlingen am 5. September soll es auf beiden Seiten zu Regelverstößen gekommen sein. Beide Mannschaften hatten in der Partie, die nach 90 Minuten noch nicht entschieden war, jeweils sechs Spieler eingewechselt. Nach der Verlängerung setzte sich Winningen mit 3:2 durch. Nun wurde genau diese Wechselregelung seitens des Kreisfachverbandes (KFV) moniert – mit Folgen für die Winninger. Der Pokalauftritt in Staßfurt wurde abgesagt, die Eintracht aus dem Wettbewerb genommen.
Vier Wochen bis zum Urteil
Bei den Winningern sorgt vor allem der Zeitpunkt für Unverständnis. Trainer Rick Franik hätte sich gewünscht, dass der Verein deutlich früher über die Problematik informiert worden wäre. „Vier Wochen hätte man etwas regeln können“, sagt der enttäuschte Trainer. KFV-Präsident Michael Andrae erklärte auf Volksstimme-Nachfrage, warum das Urteil erst so kurzfristig vor dem Spieltermin verkündet wurde. „Der Sachverhalt ist ziemlich komplex und dadurch für manchen vielleicht zeitlich langwierig, aber uns war es wichtig, noch vor der nächsten Pokalrunde eine rechtssichere Einschätzung durch das Sportgericht vorzunehmen. Dieses hat die üblichen Verfahrenswege und Fristen eingehalten und dankenswerterweise noch vor der Austragung eine Spielwertung vorgenommen“, so der KFV-Chef.
Ins Rollen gekommen war das Thema bereits Anfang September am Tag der Austragung der vorherigen Runde. „Mich hatten an dem besagten Wochenende Vereinsvertreter und Schiedsrichter anderer Spiele angerufen, die ebenfalls in der Verlängerung waren, und gefragt, ob ein sechster Wechsel in der Verlängerung möglich wäre. Ich habe dies klar verneint, damit war für mich der Sachverhalt erstmal erledigt. Einige Tage später haben wir beim Prüfen der Spielberichte festgestellt, dass in dem Spiel Winningen/Reinstedt gegen Schneidlingen beide Mannschaften sechsmal gewechselt haben. Daraufhin haben wir uns eine Weile intern beraten und dann einen entsprechenden Antrag an das Kreissportgericht gestellt“, blickt Andrae zurück.
Überprüfung angekündigt
Die Chance auf den Sprung unter die letzten Acht war für Winningen durch dieses Urteil vorbei. Da auch Schneidlingen den gleichen Regelverstoß begangen hatte, wurde auch gegen sie das Spiel mit 0:3 gewertet. Zumindest Winningen will die Entscheidung nicht einfach hinnehmen. „Wir lassen das Urteil prüfen“, kündigte Rick Franik an.
Originalbericht: Volksstimme vom 06.10.26
Die SG trug nach der Absetzung zur gleichen Zeit ein Testspiel gegen Germania Wernigerode II aus, welches sie mit 6:1 gewann. Vier Tore erzielte Julien Dean Rosenberger, jeweils einmal waren Chris Maurice Kranich und Marcel Förster erfolgreich.