Fußball, 24. Sparkassen-Cup: Erstmals seit 2018 ist für den SV 09 Staßfurt bereits in der dritten Runde Schluss. Gegen den SV Einheit Bernburg fehlt die Durchschlagskraft in der Offensive.
BERNBURG/HLA/CRO/TZS. Recht verhalten begann das Match zwischen Einheit Bernburg und dem SV 09 Staßfurt. Gerade als die 09-Elf dann etwas besser in die Offensive kam, drückte Robert Beck nach einem Einheit-Ballgewinn aus dem Mittelkreis einfach ab. Gäste-Keeper Tim Gabriel stand am Strafstoßpunkt und der Ball senkte sich hinter ihm zum 1:0 ins Netz.
Doch der Landesligist setzte sofort energisch nach und kam schnell zum Ausgleich. In weiterer Folge konnte das Team jedoch nur selten Torgefahr ausstrahlen, denn der Salzlandligist stand gut organisiert und sehr kampfstark im Abwehrverbund. Es war eigentlich nur eine optische Überlegenheit mit reichlich Ballbesitz, aber ohne Durchschlagskraft und Angriffsideen, den Einheit-Riegel zu knacken. Einige Nadelstiche über Konter setzte der Gastgeber auch, ohne aber seinerseits das 09-Tor in Gefahr zu bringen. Außer einer gewissen Spannung hatte das Match fußballerisch wenig zu bieten.
Nach der Pause begann Staßfurt recht zielstrebig, um zu Zählbarem zu kommen. Doch die Abschlussszenen blieben weiterhin bescheiden, weil die Einheit-Abwehr stets auf der Höhe war und oft gar einen Schritt schneller. Einzig nennenswerte Szene war ein Pumptow-Kopfball der knapp das Ziel verfehlt (64.). In dem recht einseitigen Kick hatte der Landesligist in Folge einige aussichtsreiche Freistoßszenen, doch sie verpuffen alle im Nichts. So wurden Kreisstädter immer mutiger, vor allem über ihre flinken Angreifer Homri und Pundzin. Nach einem Duell im 09-Strafraum traf Amin Homri schließlich artistisch per Seitfallzieher zum 2:1. Dieses Tor allein war fast das Eintrittsgeld wert.
Zwar rannte der Landesligist an, aber ohne jegliches Konzept, viele Szenen wirkten kraftlos: Die oft handballartige Einheit-Abwehr war nicht zu knacken. Als dann Igor Pundzin (82.) einen langen Schlag aus der Abwehr erlief und die Übersicht behielt, war die Viertelfinal-Überraschung perfekt. Dies ging auch völlig in Ordnung, weil die Gäste in der Schlussphase auch kraftlos wirkten.
„Unser Matchplan ist voll aufgegangen. Die Jungs waren bockstark in der Defensive und konnten auch Nadelstiche im Angriff setzen. Wir hatten auch das nötige Glück, das man in solchen Duelle benötigt und haben sensationelle Treffer erzielt“, meinte Einheit-Trainer Nils Wendel nach dem Abpfiff, der diesen Erfolg gemeinsam mit dem ganzen Team feierte.
„Das war bitter. Wir bekommen zwei Gegentreffer, die so gut wie nie im Kasten landen und waren vorn nicht zwingend genug.“
Philipp Schmoldt, Trainer SV 09 Staßfurt
„Das war schon echt bitter. Wir bekommen zwei Gegentreffer, die normalerweise nur mit einprozentiger Wahrscheinlichkeit in unserem Kasten landen. Wir waren vorn nicht zwingend genug“, erklärte unterdessen Staßfurts Trainer Philipp Schmoldt, der nun umplanen muss. Am 1. August war zu Hause gegen Turbine Halle das einzige Testspiel geplant. Durch das frühzeitige Ausscheiden ist nun am 26. Juli ein Spiel gegen Schönebeck geplant, sollte Union nicht ins Finale einziehen. Für Freitag wird noch ein Gegner gesucht.

Thorben Zöger (M.) und der SV 09 Staßfurt kassierten gegen Einheit Bernburg um Sebastian Fischer zwei bittere Gegentore und schieden aus.
Foto: Sven Brückner
Originalbericht: Volksstimme vom 21.07.26