SV 09 im letzten Saisonheimspiel eindeutig in der Favoritenrolle
Der SV Stahl Thale ist im „Stadion der Einheit“ ein gern gesehener Gast. Das bezieht sich darauf, dass die Harzer den Bodestädtern in ihrem Domizil zumeist die Punkte überließen. Nur im 1. Aufeinandertreffen nach der Wende, am 26.05.2001, gewannen sie mit 3:0. Ein Jahr später stellte der SV 09 mit genau dem gleichen Ergebnis den Spieß um, ehe man sich am 27.02.2010 mit 1:1 trennte. Seitdem warten die Thalenser in Staßfurt auf ein Tor, denn danach gab es drei deutliche Niederlagen, 2018 mit 0:4, 2020 mit 0:6 und zuletzt 2022 mit 0:5.
Am Sonntag ab 14.00 Uhr braucht die Stahl-Elf als momentan Tabellenzwölfter wenigstens einen Punkt, um schon hier aus eigener Kraft nicht in den sauren Apfel des Abstiegs beißen zu müssen. Zwei Spieltage vor Saisonschluss hat sie zwar 6 Punkte Vorsprung auf den Relegations- und den ersten direkten Abstiegsplatz, doch am Ende könnte es zwischen drei Mannschaften auf das Torverhältnis ankommen.
Viel befreiter können dagegen die Schmoldt-Schützlinge aufspielen, denn nach den Ergebnissen der Vorwoche ist ihnen der dritte Platz, das angestrebte Saisonziel, eigentlich nicht mehr zu nehmen. Optimistisch ist sicher auch der Blick auf die Heimtabelle. Hier liegt der SV 09 ebenfalls auf Rang drei. In den 14 Spielen gelangen bei 45:19 Toren 11 Siege und 2 Unentschieden, nur eine Begegnung endete mit einer Niederlage. Die „50“ könnte somit also durchaus geknackt werden.
Der SV Stahl Thale ist in der Auswärtstabelle Tabellenzehnter. In 14 Spielen gab es bei 18:40 Toren jeweils 3 Siege und Unentschieden, während 8 Begegnungen verloren gingen. Bester Torschütze ist Glebs Zavjalovs, der bislang 14 Mal traf.
Das Hinspiel gewannen die 09er am 06. Dezember des Vorjahres mit 3:0.

2011 erzielte der SV Stahl Thale beim 1:1 letztmals ein Tor in Staßfurt. Für den SV 09 traf damals Matthias Härtl, links. Rechts Matthias Müller.
Foto: Sandra Arm
Hier der Originalspielbericht vom Hinspiel aus der Volksstimme vom 09.12.2025
Vom Tiefschlag gegen den SSV gut erholt
Fußball, Landesliga: SV 09 Staßfurt baut seine Siegesserie in Thale weiter aus.
VON MICHAEL JACOBS
THALE/STAßFURT/PAW. Es war ein gewaltiger Tiefschlag. Anfang November musste sich der SV 09 Staßfurt im Heimspiel gegen den SSV Gardelegen mit 0:7 geschlagen geben. Eine Pleite, aus der Trainer Philipp Schmoldt und sein Team offensichtlich die richtigen Lehren gezogen haben. Zumindest zeigt sich die Mannschaft seit der Pleite gegen den Mitabsteiger aus der Verbandsliga bestens erholt. Seitdem feierten die Staßfurter nämlich vier Siege in Folge. Jüngstes Erfolgserlebnis der 09er war der 3:0 (1:0)-Auswärtssieg beim SV Stahl Thale.
„Ich denke, es war ein absolut verdienter Sieg. Der Platz war sehr schwer bespielbar, wurde auch mit zunehmendem Spiel immer tiefer, es war auch sehr windig. Gegen den Wind konnte man kaum einen langen Ball spielen. Es war ein sehr reifes Spiel von uns. Die Attraktivität war aufgrund des Platzes nicht wirklich hoch, aber wir haben unseren Stiefel durchgezogen“, so Schmoldt.
Dessen Team ging durch Janek Telge (9.) früh in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Robert Lampe und Nick Pumptow zum Endstand. „In der zweiten Halbzeit kommen wir super raus, haben in den ersten fünf Minuten zwei Aluminiumtreffer und spielen dann weiter auf das Tor, schießen dann auch folgerichtig das zweite und das dritte Tor“, schätzte Schmoldt ein, der mit seinem Team damit weiterhin auf Tabellenplatz drei steht.
Enttäuscht war Thales Coach Nico Stange: „Wir wollten an die Leistung von letzter Woche anknüpfen. Aber es ging nicht auf. Wir hatten viele Ausfälle wegen Verletzungen, Krankheit und weiteren Abwesenheiten, zum Beispiel durch Schichtarbeit. Der Kader ist sehr dünn, so dass wir wenig bis keine Möglichkeiten haben, die Ausfälle zu kompensieren. So mussten wir uns mit 0:3 geschlagen geben. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und wir werden weiter kämpfen, um in dieser Liga zu bestehen.“
SV 09: Schumann, Zöger (76. Gehrke), Neugebauer, Stachowski, Moye, Pumptow, Dittwe, Lampe, Kreutzer (71. Shcherbinin), Schmidt-Daul, Telge (81. Brett)