Nach der Premiere in Staßfurt wandert der Sport 2000 Koppius Sommercup nach Atzendorf. Die Sportfreunde Wadentest verbinden erneut Sport und soziales Engagement.
VON TOBIAS ZSCHÄPE
ATZENDORF. Die Premiere in Staßfurt im vergangenen Jahr war mit rund 350 Besuchern ein großer Erfolg. Das Fußballturnier und der Spendenlauf in der Mittagspause lockten nicht nur zahlreiche Teilnehmer, sondern auch interessierte Zuschauer an. Dennoch wird es in diesem Sommer keine Neuauflage des Sport 2000 Koppius Sommercups im Stadion der Einheit geben. Stattdessen wandert die Veranstaltung am 4. Juli nach Atzendorf – genauso wie es das Konzept der Sportfreunde Wadentest vorsieht. „Wir wollen immer mal neue Sportstätten integrieren und andere Vereine teilhaben lassen. Vielleicht ist es im nächsten Jahr schon wieder ein ganz anderer Verein“, erklärt Timo Sensel, Präsident der Sportfreunde Wadentest.
„Insgesamt spielen in diesem Jahr 22 Mannschaften für den guten Zweck, was uns total freut.“
Timo Sensel, Sportfreunde Wadentest
Entsprechend ändert sich auch das sportliche Angebot beim diesjährigen Sommercup. Hatte sich im Staßfurter Stadion ein Spendenlauf auf der Tartanbahn angeboten, wird diesmal das zum Atzendorfer Sportplatz gehörende Beachvolleyballfeld in die Pläne integriert. „Wir machen diesmal ein Kleinfeld-Fußballturnier mit zehn Freizeitmannschaften und parallel dazu ein Beachvolleyball-Quadroturnier mit zwölf Teams. Das heißt, insgesamt spielen 22 Mannschaften für den guten Zweck, was uns total freut“, so Sensel weiter, der hofft, dass trotz Ferienbeginn wieder viele Zuschauer vor Ort sein werden.
Ein Zuschauermagnet wird dabei sicherlich das Nachwuchsspiel der JSG Egelner Mulde gegen die JSG Förderstedt/Atzendorf. Die beiden E-Jugend-Teams treten zwischen 13 und 14 Uhr, wenn die Gruppenphase beider Turniere vorbei ist, gegeneinander an. Als Dankeschön erhalten sie im Anschluss jeweils 400 Euro für neue Vereinsmaterialien, beispielsweise Trikots. Damit führen die Wadentester die Tradition aus dem vergangenen Jahr fort, als ebenfalls bereits die Nachwuchsarbeit verschiedener Vereine gefördert wurde. „In zwei Jahren konnten wir dann schon insgesamt sieben Vereine mit insgesamt 2800 Euro unterstützen“, berichtet Sensel stolz.
Und auch sonst steht in diesem Jahr wieder der gute Zweck im Vordergrund. Der Großteil der eingenommenen Spenden geht in diesem Jahr an die Mitteldeutsche Kinderkrebsforschung. „Jede noch so kleine Spende ist von Bedeutung und freut uns“, unterstreicht der Chef-Wadentester.
Es ist also angerichtet für eine erfolgreiche Neuauflage des Sport 2000 Koppius Sommercups – auch dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren. Nur durch deren Unterstützung ist in diesem Jahr wieder ein buntes Rahmenprogramm für Klein und Groß möglich. Halb elf starten die Turniere, Einlass ist aber bereits eine Stunde eher. Für das leibliche Wohl ist unter anderem mit alkoholischen und alkoholfreien Cocktails und der Versorgung durch die „Sportlerklause“ gesorgt. Zudem gibt es eine Geschwindigkeitsmessmaschine, eine Hüpfburg und Fußball-Dart. Auf kleine Tore kann neben den Spielfeldern außerdem den ganzen Tag gebolzt werden. Ebenfalls die ganze Zeit ist ein DJ vor Ort, der für die musikalische Unterhaltung sorgt, sowie ein Stand der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), bei der man sich registrieren kann. Außerdem gibt es auch wieder unterschriebene Trikots von verschiedenen Größen der Region zu ersteigern. „Ich denke, da wird es keinem an Spaß mangeln. Man kommt auf seine Kosten“, ist sich Sensel sicher.
Gelingt es also, eine ähnliche Anzahl an Zuschauern anzulocken, wie im Vorjahr, wäre das Ziel der Sportfreunde Wadentest erreicht, nämlich den Sport und das ehrenamtliche Engagement einmal mehr zu vereinen. „Mehr Leute als im Vorjahr können wir ehrlich gesagt gar nicht stemmen. Es sei denn, wir werden immer noch mehr Wadentester und mehr Leute, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Vorab schon einmal ein Dankeschön an alle, die auch in diesem Jahr wieder mithelfen“, richtete Sensel aus.

Auch bei der zweiten Auflage des Sport 2000 Sommercups in Atzendorf rechnet Chef-Wadentester Timo Sensel mit einer positiven Resonanz.
Foto: Verein
Originalbericht: Volksstimme vom 15.06.26