Fußball, Landesliga: Mit weiterhin großen personellen Sorgen reist der SV 09 Staßfurt zum Auswärtsspiel bei TuS Schwarz-Weiß Bismark. An der Zielstellung ändert das jedoch nichts.
VON TOBIAS ZSCHÄPE
BISMARK/STAßFURT. Schon zur letzten Auswärtsfahrt in die Altmark plagten die Staßfurter Landesliga-Fußballer arge Personalsorgen. Trainer Philipp Schmoldt betonte nach dem Gastspiel in Gardelegen vor 14 Tagen zwar, dass sich die mitgereisten Spieler so teuer wie möglich verkauft hätten, mit vollem Kader aber dennoch mehr möglich gewesen wäre. An diesen Voraussetzungen hat sich auch über das freie Pfingstwochenende nichts geändert. „Wir fahren mit dem gleichen Kader nach Bismark, was personell natürlich nicht so berauschend ist. Da krauchen wir gerade einfach durch viele verletzte Spieler ein bisschen auf dem Zahnfleisch. Da sind wir jetzt bei acht, neun Spielern, die uns fehlen“, zählt Schmoldt vor der Auswärtsfahrt zum TuS Schwarz-Weiß Bismark (Sonnabend, 15 Uhr) auf.
Das macht die ohnehin schwere Aufgabe zusätzlich schwieriger. „Gefühlt ist das Auswärtsspiel in Bismark eines der schwierigsten in der ganzen Saison. Sie haben einen großen Platz, eine unangenehme Mannschaft – also das meine ich für sie wirklich im positiven Sinne, aber für uns halt im negativen“, lacht der Trainer des SV 09, der keinen fußballerischen Leckerbissen erwartet.
Trotzdem bleibt die Zielstellung die gleiche, wie in den vergangenen Wochen: drei Punkte. Für etwas anderes ist die Zielstellung bei Schmoldt und Co. viel zu groß. „Sie spielen einen harten Fußball, aber für uns wird es darum gehen, das Spiel zu machen, die Partie an uns zu reißen und die Größe des Platzes zu unserem Vorteil zu nutzen“, erklärt der Coach, wie die Marschroute für den morgigen Sonnabend aussieht. Mit dieser soll eine negative Erfahrung, wie sie Staßfurt 2024 in der Ostaltmark gemacht hat, vermieden werden. „Das Spiel im Aufstiegsjahr ist mir sehr, sehr negativ in Erinnerung geblieben. Da hätten wir, glaube ich, drei Stunden spielen können und hätten trotzdem kein Tor geschossen“, erinnert sich Schmoldt an die 0:1-Niederlage.
Von den nicht ganz optimalen Vorzeichen will er sich vor dem morgigen Wiedersehen jedoch nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Ich fahre diesmal einfach guter Dinge dorthin. Die Stimmung in der Mannschaft passt. Den dritten Platz, den haben wir uns jetzt mit drei Punkten Vorsprung erarbeitet, wollen wir festigen. Und dafür sind eben drei Punkte gegen Bismark wichtig“, macht er die Zielstellung noch einmal deutlich.

Robert Lampe (rechts) und seine Mitspieler des SV 09 Staßfurt haben erneut mit personellen Sorgen zu kämpfen.
Foto: Thomas Koepke
Originalbericht: Volksstimme vom 29.05.2026