Fußball, Landesliga: Nach der Niederlage gegen Ottersleben zählt für Staßfurt nur die Antwort auf dem Platz. Drei Punkte sind heute Abend Pflicht, um die Verfolger auf Distanz zu halten.
Von Tobias Zschäpe
Staßfurt. Fußball kann manchmal ganz einfach sein. „Sie sind eine Mannschaft, die lieber selbst den Ball haben wollen. Also müssen wir dafür sorgen, dass wir stattdessen den Ball haben und es für sie so unangenehm wie möglich machen“, sagt Philipp Schmoldt, Trainer von Fußball-Landesligist SV 09 Staßfurt, vor dem kommenden Heimspiel seiner Mannschaft heute Abend ab 19 Uhr. Gemeint ist der kommende Gegner, der Ummendorfer SV, mit dem die Bodestädter aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen haben.
An das letzte Aufeinandertreffen musste auch Schmoldt noch denken, als er das heutige Wiedersehen vorbereitete. „Es ist nicht erst aus der Hinrunde bekannt, dass sie eine sehr, sehr unangenehme Mannschaft haben. Und das meine ich absolut positiv. Ihr Team ist gespickt mit vielen Spielern, die schon höherklassig aktiv waren“, weiß der 09-Trainer.
Die USV-Routiniers sind dabei mit allen Wassern gewaschen, spielen einen harten, körperbetonten Fußball. Ein Stil, mit dem sich die Staßfurter immer wieder schwer taten. Beispielsweise im Hinspiel, als der SV 09 zwar durch Matthias Lieder mit 1:0 in Führung gegangen war, dann allerdings noch vor der Pause in Rückstand geriet und letztlich mit 1:3 verlor. Schönspielen wird am heutigen Freitagabend also nicht der Weg zum Ziel sein.
Stattdessen muss das junge Staßfurter Team zeigen, dass es gereift ist und die Zweikämpfe, die der Gegner aller Voraussicht nach anbieten wird, annehmen kann. „Wir dürfen uns dabei aber auf keine Nickligkeiten einlassen und müssen einfach unseren Stiefel herunterspielen“, betont Schmoldt. Sein Team soll den Gegner bespielen, dann kann der eingangs erwähnte und so einfach klingende Plan des Trainerteams gelingen.
Denn das Selbstvertrauen der Bodestädter hat auch unter der deutlichen Pleite vom vergangenen Freitag nicht gelitten. „Drei Punkte sind das klare Ziel“, schaute Schmoldt auf den 18. Spieltag voraus. „Ich denke, es ist sehr positiv, dass wir jetzt relativ schnell wieder ein Spiel haben, dazu noch zu Hause. Da wollen wir die Niederlage gegen Ottersleben wieder gut machen“, verspricht er den Fans eine deutliche Leistungssteigerung. Die ist vor allem auch dafür wichtig, um den Vorsprung auf die Oscherslebener und Ummendorfer selbst zu halten. Beide Mannschaften haben noch Nachholspiele in der Hinterhand, um zu den 09ern aufzuschließen.
Die Personalsituation macht den Staßfurtern dabei Hoffnung, denn diese sieht wieder besser aus, als noch am vergangenen Freitag. „Wir haben einfach einen guten Kader, der uns am Freitag zur Verfügung steht“, betonte Schmoldt, ohne weiter ins Detail zu gehen.

Florian Schmidt-Daul (in rot) und der SV 09 Staßfurt wollen heute eine Reaktion auf die Pleite in Ottersleben zeigen.
Foto: Steffen Gramm
Originalbericht: Volksstimme vom 06.03.2026