Fußball, Verbandsliga: Der SV 09 Staßfurt will nach einer unfreiwilligen dreiwöchigen Pause diesmal gegen den VfB Sangerhausen auch ins Geschehen der Rückrunde eingreifen.
Zweimal war Bruno Weick am 30. August des vergangenen Jahres zur Stelle und beförderte das runde Leder über die Linie. Zweimal traf der Angreifer des VfB Sangerhausen damit Spieler und Fans von Gegner SV 09 Staßfurt mitten ins Herz, denn das erste Tor (48.) war der Ausgleich, nachdem die Bodestädter im Friesenstadion kurz vor der Pause noch 2:0 geführt hatten. Das zweite (67.) war der erneute Ausgleich nach der abermaligen Führung der 09er.
Nicht nur mit diesem Auftritt ist Weick Staßfurts Trainer Philipp Schmoldt im Gedächtnis geblieben. „Er ist trotz seines jungen Alters einer der Unterschiedsspieler der Liga, schnell, stark am Ball und kann von überall schießen. Von der Qualität gehört er nicht in die Verbandsliga“, sagt der Coach vor dem Wiedersehen mit Weick und Co. am Sonnabend ab 15 Uhr auf dem Kunstrasen im Stadion der Einheit.
Aller guten Dinge sind drei
Im dritten Anlauf soll es nun auch für Staßfurt losgehen mit der Rückrunde, nachdem die Spiele gegen Gardelegen und in Köthen jeweils witterungsbedingt abgesagt werden mussten. „Wir freuen uns, dass wir endlich starten können, aber man hat besonders im Training unter der Woche gemerkt, dass die Zeit seit dem letzten Spiel zu lang war“, ärgert sich Schmoldt.
Drei Wochen Pause
Am 8. Februar stand seine Mannschaft zuletzt über 90 Minuten auf dem Platz. „Es war schon sehr ärgerlich, dass durch den Schnee selbst auf Kunstrasen kein Fußball möglich war“, so der Trainer weiter. „Die Motivation ist jetzt aber riesig, die Hinrunde vergessen zu machen.“ Wie schwer das allein an diesem Wochenende wird, zeigt ein Blick auf das Hinspiel. Allerdings wurde in diesem – gerade in der ersten Halbzeit – auch ersichtlich, „wie wir sie vor große Probleme stellen können. Sangerhausen hat eine große Qualität, wir aber auch. Das haben wir in der Hinrunde aber zu selten gezeigt“, gesteht Schmoldt.

„Die Motivation, die Hinrunde vergessen zu machen, ist riesig.“
Was genau es gegen den VfB zu beachten gibt, wurde im Abschlusstraining noch einmal besprochen. Ein Punkt, der auf jeden Fall Hoffnung auf Besserung macht, ist aber die personelle Situation, die sich zum Ende der Hinrunde immer weiter zuspitzte. „Wir sind sehr froh, dass Robert Lampe nach einem halben Jahr wieder zurück ist, genauso wie Thorben Zöger, der ebenfalls lange ausgefallen war. Beide sind wichtige Säulen in unserer Mannschaft. Bis auf die Langzeitverletzten Willy Ben Korte und Tom Krüger werden wir einen breiten Kader stellen können“, freut sich der Trainer. Ein kleiner Wermutstropfen: Neben zwei, drei Namen, hinter denen noch ein Fragezeichen steht, wird auch Kapitän Dustin Abresche vorerst weiterhin ausfallen und fehlen.
Doch das darf vor dem „ersten Endspiel“, wie Schmoldt das kommende Duell nennt, keine Ausrede sein. „Egal wer auf dem Platz steht, jeder sollte so motiviert sein, das Spiel erfolgreich gestalten zu können. Wir freuen uns auf das Spiel und hoffen, dass wir uns auch Samstagabend noch freuen können.“ Ausrutscher können sich die Staßfurter angesichts neun Punkten Rückstand auf den CFC Germania vor ihnen keine mehr erlauben.
Nachholspiele neu angesetzt
Apropos CFC: Das ausgefallene Match zwischen dem Vorletzten und dem Letzten in Köthen wurde inzwischen neu angesetzt. Es soll nun am Dienstag, 11. März, ab 18.30 Uhr ausgetragen werden. Das Heimspiel gegen Gardelegen wurde unterdessen, wie der gesamte 18. Spieltag der Verbandsliga, auf Ostermontag verlegt. Anpfiff ist dann 14 Uhr.

Robert Lampe (r.), hier im Test gegen Wernigerode, könnte am Sonnabend sein erstes Pflichtspiel für Staßfurt in dieser Saison bestreiten.
Originaltext Tobias Zschäpe: https://www.volksstimme.de/lokalsport/stassfurt vom 28.02.2025
Foto: Tobias Zschäpe