Die 2. E-Jugend des SV 09 Staßfurt holte am Samstagmorgen das Nachholspiel bei der SG Bebitz/Könnern/Alsleben nach, welches sie deutlich mit 10:0 verlor. Bereits am Vorabend rissen die Hiobsbotschaften nicht ab. Wieder mussten wir kurzfristig einige schmerzhafte Absagen hinnehmen. Manche waren verständlich, andere hingegen hinterließen nur noch Kopfschütteln und Unverständnis. Somit ging es für uns wieder etwas vorbelastet in ein weiteres Abenteuer in unserer Entwicklungsphase. Ivan führte heute sein Team als Kapitän an.
Das Spiel begann auf beiden Seiten ziemlich flott. In den Anfangsminuten hielten wir ordentlich dagegen und waren auch absolut gleichwertig. Das Platzteam besaß zwar die optische Überlegenheit, dennoch biss es sich lange Zeit an den gut eingestellten Staßfurtern die Zähne aus. Nach zehn Zeigerumdrehungen fand Paul Oscar Peter doch die Lücke, und verwandelte unhaltbar aus der Distanz zur Führung. Da gab es für Moritz im Staßfurter Tor nix zu halten.
Ärgerlicherweise waren wir gerade in dieser Phase mutig gewesen, und der erste Fehler wurde wie so oft eiskalt bestraft. Die Bebitzer erkannten diese Schwäche der 09er, und schossen nun oftmals aus der zweiten oder dritten Reihe auf deren Kasten. In der Folge legten sie dann bis zum Pausenpfiff noch fünf weitere Tore nach. Bemerkenswerterweise erzielte man gegen einen Gegner, der bis auf zwei Spieler noch in der F-Jugend beheimatet ist, nur ein Tor, was gut heraus gespielt wurde.
Die Halbzeitanalyse brauchte nicht viel Zeit, weil wir eine tolle kämpferische Leistung abgerufen hatten. Wir wollten jetzt den Gegner allerdings noch eher stören. So zumindest war der Matchplan für die zweite Hälfte. Zurück auf dem Feld verpuffte die Analyse sofort, weil Bebitz mit dem ersten Schuss das 7:0 erzielen konnte. Nur vier Zeigerumdrehungen später holte die SG zum Doppelschlag aus. Danach fanden wir aber wieder mutige und bessere Lösungen. Mit einigen Passstaffetten überraschten wird das Platzteam dann doch. In der 37. Spielminute konnte Mats Priebe im Strafraum nur durch ein klares Foulspiel gestoppt werden. Allerdings blieb die Pfeife des Schiedsrichters erneut stumm. Sehr zum Ärgernis von Trainer Sven Brückner, der auch nach Spielende dafür wenig Verständnis zeigte.
„Mehr Foul geht einfach nicht. Gerade beim Spielstand von 7:0 erwarte ich einfach diesen Pfiff! Mats war frei durch, und hätte den Ball sonst wohl im Tor untergebracht! Es war nicht die einzige fragwürdige Entscheidung bei einem Gegner, der ziemlich körperbetont gespielt hat“.
Am Ende machten die Gastgeber dann doch noch die zehn Tore voll. Dennoch haben wir das bis zur letzten Minute ordentlich und sehr solide heruntergespielt. Ich bin weitestgehend sehr zufrieden, wie wir uns hier gewehrt haben. Wir kassieren sieben Weitschüsse, die auf Grund unseres jungen Alters mit Nachteilen in Körpergröße, Kraft, Schnelligkeit etc. einfach nicht verhindert werden können. Das hat unser Gegner einfach clever gemacht, auch weil wir sonst wenig zugelassen haben. Die anderen drei Gegentore, da können wir sicherlich bessere Lösungen finden. Dennoch brauchen wir keine Trübsal blasen. Wir haben das mit dieser Besetzung ordentlich gemeistert! Besonders hervorheben möchte ich heute keinen, weil wir einfach alle ein ordentliches Spiel abgeliefert haben.
Für die nächsten Begegnungen wurde die Messlatte sehr hoch gelegt. Das muss jetzt auch ein Warnzeichen für alle anderen Spieler im Kader sein. Da entwickelt sich gerade einiges in die richtige Richtung. Wer noch auf den Zug aufspringen will, der muss sich im Training anbieten und arbeiten! Am Samstag gastieren wir in Aschersleben beim SV Rotation 1950 Aschersleben II. Ab 09.30 Uhr rollt in der Wilslebener Straße der Ball. Hoffentlich mit einen besseren Ausgang für unsere junge Mannschaft.








Originaltext und Fotos: Sven Brückner