Benny König erzielt nach seiner Einwechslung den Ausgleich für den SV 09. Rückkehrer Robert Lampe schießt Staßfurt in der Nachspielzeit beinahe noch zum Sieg gegen Grün-Weiß Ilsenburg.
VON TOBIAS ZSCHÄPE
ILSENBURG/STAßFURT. Rückkehrer Robert Lampe wäre in seinem ersten Spiel seit Anfang Juni beinahe direkt wieder zum Matchwinner geworden. Frei tauchte er in der vierten Minute der Nachspielzeit vor dem Torhüter von Grün-Weiß Ilsenburg, Ben Hartmann, auf, doch der Schlussmann blieb im direkten Duell Sieger. Somit mussten sich die Landesliga-Fußballer des SV 09 Staßfurt im Harz mit einer 1:1 (0:1)-Punkteteilung begnügen und rutschten in der Tabelle auf Rang zehn ab. „Im ersten Moment sieht man dann sicherlich die verlorenen zwei Punkte“, gestand Staßfurts Trainer Philipp Schmoldt. „Doch mit ein bisschen Abstand und wenn man die gesamten 90 Minuten plus Nachspielzeit betrachtet, war das Ergebnis absolut verdient“, gestand er.
Von Beginn an hatten beide Seiten ihre Möglichkeiten, 09 einmal mehr vor allem nach Ecken. „Einmal hält der Torhüter sehr gut, einmal rettet ein Feldspieler auf der Linie“, erinnerte sich Schmoldt, warum es für sein Team jedoch nicht zum Torerfolg reichte.
„Der Elfmeter ist beim besten Willen keiner. Das ist sehr ärgerlich, weil wir sonst kein Gegentor aus dem Spiel heraus bekommen.“
Philipp Schmoldt, Trainer SV 09 Staßfurt
Auf der Gegenseite ließen Devin Günther und Vincent Papner hochkarätige Chancen aus, weil die Gäste diese gut wegverteidigt bekamen. Nach einer halben Stunde war es dann aber doch soweit. Vom Punkt traf Noel Schelenz zum 1:0 für Ilsenburg, wobei der Elfmeterpfiff in Schmoldts Augen sehr strittig war. „Der Elfmeter ist beim besten Willen keiner. Ich will nicht sagen, dass es eine Schwalbe war, aber dass er sich einfach nach hinten umfallen lässt – und der Schiedsrichter darauf reinfällt. Das darf in der Liga einfach nicht passieren. Das ist sehr ärgerlich, weil wir sonst kein Gegentor aus dem Spiel heraus bekommen“, ließ Staßfurts Trainer die Szene nichtunkommentiert.
Auch nach der Pause waren die Kräfteverhältnisse ausgeglichen. Allerdings nutzte der eingewechselte Benny König frühzeitig eine Möglichkeit zum Ausgleich. Einen zu kurz geratenen Rückpass auf Hartmann eroberten die Staßfurter und nachdem der FSV-Schlussmann noch zweimal parieren konnte, war er beim folgenden Abstauber chancenlos – 1:1.
Anschließend drängten beide Teams auf den „Luck Punch“. 09-Torwart Tim Gabriel war noch zweimal zur Stelle, als Ilsenburg versuchte, den zweiten Treffer zu erzielen. Auf der Gegenseite hätte König nachlegen und den Spielstand drehen können. Und dann war da noch Lampes Großchance in der Nachspielzeit. „Ansonsten war es ein absoluter Abnutzungskampf mit vielen Zweikämpfen, vielen Kopfballduellen. Ich kann und will meinen Jungs da keinen Vorwurf machen und im Gegenteil sogar ein Lob aussprechen. Sie haben den Kampf angenommen“, fasste Schmoldt die 90 Minuten zusammen.
„Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir in manchen Situationen ein bisschen unsauber, was uns um Ballbesitz und um unsere Stärke gebracht hat. Das haben wir in der zweiten Halbzeit ein bisschen besser gemacht. In den kommenden Wochen geht es darum, daran noch weiterzuarbeiten, aber beim Thema Einstellung und Kampf bin ich absolut zufrieden“, lautete das abschließende Fazit des Staßfurter Trainers.

Benny König rettete dem SV 09 Staßfurt nach seiner Einwechslung noch einen Punkt.
Foto: Tobias Zschäpe
Originalbericht: Volksstimme vom 21.09.2026