Lok Güsten bleibt das Maß der Dinge in der Kreisliga, Staßfurt II/ Neundorf punktlos.
SALZLANDKREIS/HLA/TZS. Als einziges Team hat Aufsteiger Güsten noch eine weiße Weste, denn Verfolger Barby erlebte in Alsleben ein echtes Debakel.
Schon in der Startphase kam Lok Güsten zu starken Torszenen bei der SG Staßfurt II/Neundorf, aber ohne Zählbares. Doch schnell reagierte der Gastgeber mit langen Bällen, vor allem über den rechten Flügel und ein solcher Spielzug brachte dann auch die frühe Führung. In der Folge entwickelte sich ein verteiltes, aber intensiv geführtes Match, welches beide Abwehrreihen jedoch gut im Griff hatten. Dabei strahlte der Gastgeber mehr Torgefahr aus, sicherlich beflügelt durch das 1:0. Doch Mitte der ersten Hälfte steigerte sich der Aufsteiger angetrieben vom spielstarken Matthias Lieder sichtlich. Das SG-Team bekam nun reichlich in der Abwehr zu tun, die aber in Marcel Mähnert einen guten Organisator hatte. Der Ausgleich war der verdiente Lohn für das nun kompakte Lok-Angriffsspiel. Die erneute Führung zur Pause blieb den Hausherren anschließend aber nur verwehrt, weil Lok-Keeper Julian Hruby stark gegen Danny Reuscher hielt (44.).
Recht verhalten gingen beide Teams Hälfte zwei an, es stand Torverhinderung auf dem Matchplan. Doch mit der Zeit berappelte sich Güsten wieder und ein starkes Dolg-Anspiel nutzte Daniel Weisheim zur Führung (63.). In weiterer Folge mühte sich die Platz-Elf wieder um mehr Angriffsdruck, strahlte dabei aber in dem nun kämpferisch geführten Kick meist nur über Standardszenen Torgefahr aus. Die Lok-Elf setzte über flottes Umkehrspiel immer wieder Nadelstiche gegen das SG-Tor, Zählbares gab es aber nicht mehr. Die zahlreichen Besucher wurden vor allem über die Spannung bis zum Schlusspfiff im Bann gehalten.
Im Feuerwehrtempo ging Rot-Weiß Alsleben die Begegnung gegen Blau-Weiß Barby an. Oft sahen die Gäste nur die Rücken ihrer Gegenspieler, kamen kaum in die Zweikämpfe und traten offensiv nur sporadisch auf. Somit blieb die Torgefahr der Gäste, trotz teilweiser guter Ansätze, bescheiden. Dagegen trat der Gastgeber mit hohem Pressing immer wieder kompakt und sehr mannschaftsdienlich im Vorwärtsgang auf. Oft hatten dabei die Gäste Glück, dass die Rot-Weiß-Spieler viele Abschlüsse ungenutzt ließen.
Mit fortwährender Spielzeit gab sich Barby trotz des klaren Spielstandes nicht auf, war aber nur noch auf Schadensbegrenzung aus. Gemessen an der Chancenverteilung waren die Blau-Weißen mit dem 0:6-Endstand noch gut bedient. Durch die erste Niederlage hat das Team nun als Zweiter drei Punkte Rückstand auf Güsten.
SG Staßfurt II/Neundorf – Lok Güsten 1:2 (1:1)
Tore: 1:0 Danny Reuscher (9.), 1:1 Enrico Cambarerri (38.), 1:2 Daniel Weisheim (63.)
Schiedsrichter: Daniel Otto (Bernburg)
Zuschauer: 187

Sven Limpächer, Lukas Lorenz, Chris Maurice Kranich Philipp Prosowski (v.l.) und Co. von der SG Staßfurt II/Neundorf warten noch auf einen Erfolg.
Foto: Zschäpe
Originalbericht: Volksstimme vom 17.09.2026