Vor fast 74 Jahren gab es in der Salzstadt das größte Ereignis des Staßfurter Sportgeschehens
Vom 15. bis zum 17. August des Jahres 1952 fand in der „tausendjährigen Salzstadt“ die 2. Spartakiade der Sportvereinigung Aktivist statt. Hieran nahmen 2000 Sportler und Sportlerinnen aus allen Bergbaurevieren der DDR teil. In 14 Sportarten sollten sie an 7 Wettkampfstätten der Stadt um den Titel „Bester der Sportvereinigung Aktivist“ kämpfen. Es war das bis dahin größte Ereignis des Staßfurter Sportgeschehens.
Einer der Höhepunkte des Rahmenprogramms, wenn nicht der Höhepunkt überhaupt, fand im „Stadion der Einheit“, in dem noch zusätzliche Tribünen aufgebaut wurden, statt. Hier hatten die Staßfurter Sportanhänger am Eröffnungstag erstmals die Gelegenheit, den DDR-Meister im Fußball, Turbine Halle, in einem Nachtspiel bei 20 000 Watt gegen eine Revier-Auswahl, die sich aus Bezirksklassenspielern zusammensetzte, zu sehen.
Das Ergebnis von 3:3 stellte dann der Aktivist-Auswahl, in der einschließlich der Wechsel nach der Pause sieben Staßfurter Spieler zum Einsatz kommen sollten, ein gutes Zeugnis aus, und wurde von den 10 000 Zuschauern, so war später zumindest zu lesen, begeistert aufgenommen.
Namentlich liefen Rudi Schlage (TH), Edgar Stein, Georg „Sohne“ Duschanski, Wolfgang v. d. Weiden, Armin Köppe, Paul „Kupper“ Ahlburg und Heinz „Hanne“ Schulz „in ihrem Wohnzimmer“ auf. Viele von ihnen kann man heute getrost als Legenden des Staßfurter Fußballs bezeichnen.
„Sohne“ erzielte beim 3:3 sogar zwei Tore. In der 43. Minute war er mit einem Kopfball zum 2:1 erfolgreich, in der 52. Minute mit einem Strafstoß zum 3:2.
PS: Äußerst interessant war am Abschlusstag auch ein Spiel zwischen zwei Oberligamannschaften. Hier bezwang der Fünfte der Meisterschaft Motor Zwickau vor ebenfalls zahlreichen Besuchern den Neunten Aktivist Brieske-Ost mit 4:3.

Hier sind einige Spieler im Jahre 1953 zu sehen: W. v. d. Weiden (2. v.l.), G. Duschanski (3. v.l.), E. Stein (4. v.l.), R. Schlage (5. v.l.), H. Schulz (6. v.l.), P. Ahlburg (9. v.l.), A. Köppe (ganz rechts).

Die Vorderseite des damaligen Spartakiadeheftes.