SALZLANDKREIS/HLA/KAG. In einem zunächst recht ausgeglichenen Spiel wirkte der SV 09 Staßfurt im Vorwärtsgang zielstrebiger. Dagegen blieben die Bemühungen des 1. FSV Nienburg, nach vorn zu kommen, meist schon im Ansatz stecken, denn die 09-Elf presste recht hoch. Nach 15 Minuten verflachte die Partie allerdings etwas, nur selten lief der Ball auf beiden Seiten über mehrere Stationen. Als sich dann Florian Schmidt-Daul energisch gegen Tyler Lietz durchsetzte und im Strafraum nur per Foul gestoppt werden konnte, ließ sich Max Dittwe die Chance zum 0:1 nicht entgehen. Das Spiel wurde danach deutlich lebhafter, weil nun auch Nienburg mutiger nach vorn spielte. So verhinderte 09-Keeper Philipp Beier mit einer starken Parade gegen Julian Stöhr das 1:1 (41.).
Für den Landesligisten war dies offenbar ein Weckruf, nach dem Wiederanpfiff die Sinne neu zu schärfen. Sofort bestimmte das Team den Beginn der zweiten Hälfte und belohnte sich recht schnell mit dem zweiten Treffer. Als danach allerdings gleich vier Wechsel bei den Gästen vorgenommen wurden, war es mit der Überlegenheit vorbei und bis zur Trinkpause (68.) spielte sich vieles zwischen den Strafräumen ab. Anschließend wurde der Gastgeber immer agiler und kam zu guten Torchancen. Der neue 09-Keeper Tim Gabriel rückte immer mehr in den Mittelpunkt der Partie. Nienburg machte nun richtig Druck, während Staßfurt recht zerfahren wirkte und körperlich abzubauen schien. Die FSV-Elf belohnte sich mit ihrem engagierten Anrennen verdient mit dem Ausgleich. Doch das 09-Team wollte nicht ins Entscheidungsschießen und hatte in der Nachspielzeit sogar noch zwei Möglichkeiten zum Siegtreffer (Krüger, Roldan).
Im Entscheidungsschießen begann dann der Landesligist. Zunächst trafen auf beiden Seiten die ersten drei Schützen sicher. Für Staßfurt erhöhte anschließend Schmidt-Daul, doch den Elfmeter von Stipan Cosic hielt Gabriel. Das nutzte schließlich Victor Roldan mit seinem Treffer zum Sieg für die Gäste.

Die Staßfurter um Max Dittwe (links) mussten gegen Nienburg um Lucas Baer bis ins Entscheidungsschießen.
Foto: Sven Brückner
Originalauszug aus dem Artikel „Tore, Dramatik und eine Absage“: Volksstimme vom 13.07.26